Steigender Energiebedarf und zunehmender Umweltdruck zwingen Unternehmen dazu, ihre Energieinfrastruktur zum Betrieb von Produktionsanlagen und Co. zu überdenken. Der Trend ist klar: Unternehmen, die auf fossilfreie Energiequellen setzen, sind besser aufgestellt, um Kosten zu kontrollieren, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und ihre Belastung auf die Umwelt zu verringern.
In diesem Jahr wurde das Werk von OPHARDT Hygiene in der Schweiz einer umfassenden energetischen Umgestaltung unterzogen. Dabei wurden eine großflächige Solaranlage und ein neues Wasser-Wasser-Wärmepumpennetz installiert, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und konventionellen Energiequellen zu beseitigen.
Auf dem Dach der Produktionshalle wurde eine Solaranlage mit einer Spitzenleistung von 201 Kilowatt (kWp) installiert. Im Laufe eines Jahres wird die Anlage voraussichtlich rund 200.000 Kilowattstunden Strom erzeugen – genug, um den jährlichen Energieverbrauch des Werks, der derzeit zwischen 180.000 und 190.000 Kilowattstunden liegt, effektiv zu decken. Das bedeutet, dass der Großteil des täglichen Betriebs der Anlage nun direkt mit vor Ort generierter erneuerbarer Energie versorgt werden kann.
In Zeiten, in denen nicht genügend Solarenergie zur Verfügung steht, bezieht die Anlage weiterhin einen Teil des Stroms aus Wasserkraft aus dem Schweizer Netz, was durch Zertifikate garantiert wird.
An dem Standort wurde zudem ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 65 Kilowattstunden installiert. Die Batterie ermöglicht es, überschüssige Solarenergie, die während des Tages erzeugt wird, zu speichern und später zu nutzen, wenn der Produktionsbedarf steigt oder die Sonneneinstrahlung nachlässt. Es gibt bereits Pläne, die Batteriekapazität im Zuge der Weiterentwicklung des Systems weiter auszubauen.
Von einem konventionellen zu einem zukunftssicheren System

Zuvor war die Anlage auf ein herkömmliches Gasheizsystem angewiesen. Dieses System wurde nun durch ein Wasser-Wasser-Wärmepumpennetzwerk ersetzt, das Grundwasser als primäre Wärmequelle nutzt. Der Prozess funktioniert indem Grundwasser, das von Natur aus eine Temperatur von etwa 12 °C hat, in das Wärmepumpensystem geleitet wird. Im Inneren der Pumpen nimmt ein Kältemittel mit sehr niedrigem Siedepunkt die Wärmeenergie des Wassers auf und verstärkt sie, sodass das System die gesamte Anlage effizient beheizen kann. Im Sommer kehrt sich der Prozess um. Anstatt Wärme zu erzeugen, hilft das kühlere Grundwasser dabei, die Temperaturen in der gesamten Fabrik zu regulieren, wodurch das System effektiv zu einer groß angelegten nachhaltigen Kühllösung wird.
Sobald der Energieaustausch abgeschlossen ist, wird das Grundwasser wieder in den Erdboden zurückgeleitet.
Die Anlage betreibt derzeit vier Wärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 80 Kilowatt. Die Konfiguration mit mehreren Einheiten sorgt für Ausfallsicherheit: Wenn beispielsweise eine Einheit gewartet werden muss oder ausfällt, können die übrigen Systeme dies ausgleichen, um eine stabile Leistung im gesamten Werk aufrechtzuerhalten.
Auch der Fuhrpark wird nachhaltiger
Der Trend hin zu Netto-Null-CO₂-Emissionen erstreckt sich auch auf unseren Fuhrpark.

Auf dem Gelände wurden zudem vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert, die teilweise mit Solarstrom aus der eigenen Anlage betrieben werden. Zwar wird eine kleine Anzahl von Firmenfahrzeugen noch mit herkömmlichem Kraftstoff betrieben. Doch OPHARDT plant, diese Fahrzeuge in den nächsten zwei Jahren durch Fahrzeuge mit einem Elektroantrieb zu ersetzen.
Nach Fertigstellung soll der Schweizer Standort ohne Fahrzeuge oder Heizsysteme auf Basis fossiler Brennstoffe betrieben werden.
Und auch produktseitig unternimmt der Schweizer Standort viel, um nachhaltige und zukunftssichere Innovationen zu entwickeln. Ein Beispiel ist der PRAESIDIO Fuel Cell.
Hinweis: Der Text wurde von Markus Theißen übersetzt. Original von Shea Darwen.












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