SanTRAL Plus Seidenpapier
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SanTRAL Plus setzt auf Verpackungen aus Recyclingpapier

Kleine Veränderungen bei der Verpackung können in der Summe viel bewirken. Bei der Suche nach Möglichkeiten, die Umweltauswirkungen unserer Produkte zu reduzieren, betrachten wir neben der Verpackungsmenge auch die eingesetzten Materialien und deren Verwertung nach dem Gebrauch.

Bei ausgewählten Produkten aus unserer Fertigung in Issum am Niederrhein haben wir die bisher verwendeten Kunststoffbeutel aus neu produziertem Kunststoff durch leichtes Seidenpapier aus 100 % Recyclingfasern ersetzt. Beide Verpackungsvarianten wiegen jeweils rund 15 Gramm. Dadurch können wir auf fossile Rohstoffe für die Herstellung der Kunststoffverpackung verzichten, ohne das Verpackungsgewicht zu erhöhen.

Weniger Emissionen bereits bei der Herstellung

Um die Auswirkungen dieser Umstellung zu bewerten, haben wir die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung der beiden Verpackungsvarianten miteinander verglichen.

Auf Grundlage etablierter europäischer und deutscher Ökobilanzdaten schätzen wir, dass bei der Herstellung des bisher verwendeten Kunststoffbeutels aus neu produziertem LDPE (Polyethylen niedriger Dichte) rund 37 g CO₂-Äquivalente (CO₂e) pro verpacktem Produkt entstanden sind. Berücksichtigt wurden dabei sowohl die Herstellung des Kunststoffgranulats als auch dessen Verarbeitung zu Folie (Plastics Europe, 2026; Icha & Lauf, 2026; Zeilerbauer et al., 2024).

Durch den Einsatz von leichtem Seidenpapier aus Recyclingfasern lassen sich die herstellungsbedingten Treibhausgasemissionen der Verpackung schätzungsweise um 67 % reduzieren – von rund 37 g auf 12 g CO₂e pro Produkt.[1] Das entspricht einer Einsparung von etwa 25 g CO₂e pro Produkt. Bei größeren Stückzahlen summiert sich dieser Effekt: Pro 100.000 verpackten Produkten können so rechnerisch rund 2,5 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden.

Unterschiedliche Verwertungswege nach dem Gebrauch

Die Umstellung des Verpackungsmaterials hat auch Auswirkungen darauf, was nach dem Gebrauch mit der Verpackung geschieht.

In Deutschland bestehen etablierte Sammel- und Verwertungssysteme sowohl für Papier- als auch für Kunststoffverpackungen. Allerdings unterscheiden sich die tatsächlichen Recyclingquoten deutlich. Im Jahr 2023 gelangten rund 86,6 % der Papier- und Kartonverpackungen in den abschließenden Recyclingprozess. Bei Kunststoffverpackungen lag dieser Anteil bei 52,2 % (Cayé et al., 2026).

Verpackungen, die nicht recycelt werden, können alternativ energetisch verwertet werden. Bei der Verbrennung fossiler Kunststoffe wie Polyethylen wird fossiler Kohlenstoff in Form von CO₂ freigesetzt. Das gilt auch dann, wenn ein Teil der entstehenden Energie zur Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt wird.

Papier unterscheidet sich in dieser Hinsicht, da der in den Fasern gebundene Kohlenstoff ursprünglich aus Biomasse stammt und damit Teil eines anderen Kohlenstoffkreislaufs ist (Bulach et al., 2022; Cayé et al., 2026). Diese Unterschiede verdeutlichen, dass die Materialauswahl auch über den Herstellungsprozess hinaus Einfluss auf die Umweltbilanz einer Verpackung haben kann. Wie Verpackungen am Ende ihres Lebenszyklus tatsächlich verwertet werden, hängt unter anderem von der Sammlung und Mülltrennung, der Effizienz der Sortier- und Recyclingprozesse sowie den jeweiligen Verwertungswegen ab.

Kleine Veränderung, messbarer Fortschritt

Die messbare Reduzierung der herstellungsbedingten Treibhausgasemissionen zeigt, wie bereits eine vergleichsweise kleine Materialumstellung einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

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Gleichzeitig verdeutlicht dieses Beispiel, wie verschiedene Faktoren zusammenspielen: die Auswahl geeigneter Materialien, der Einsatz von Recyclingfasern, ein möglichst geringes Verpackungsgewicht und die Berücksichtigung der späteren Verwertung.

Indem wir diese Aspekte über den gesamten Lebenszyklus unserer Verpackungen hinweg betrachten, können wir weitere Möglichkeiten identifizieren, den Einsatz neuer Rohstoffe zu reduzieren und Treibhausgasemissionen zu senken. Dabei bleibt unser Anspruch unverändert: Unsere Verpackungen müssen auch weiterhin den notwendigen Schutz und die erforderliche Funktionalität für unsere Hygiene-Produkte gewährleisten.

Issum: Heimat der Marke SanTRAL Plus

An unserem OPHARDT-Standort in Issum produzieren wir die Spendersysteme der Marke SanTRAL® Plus. Die speziell für öffentliche Waschräume entwickelte Serie zeichnet sich durch langlebige Hygienespender aus hochwertigem Edelstahl aus. Neben ihrer robusten Verarbeitung überzeugen die Produkte durch eine fünfjährige Herstellergarantie und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Dank einer breiten Farbauswahl auf Basis des RAL-Systems lassen sich die Spendersysteme flexibel in unterschiedliche Waschraumkonzepte integrieren.


 [1] Hinweis zur Berechnungsgrundlage: Für das in dieser Anwendung eingesetzte leichte Seidenpapier aus Recyclingfasern liegt kein produktspezifischer CO₂-Fußabdruck vor. Die Schätzung basiert daher auf einem Szenario des Umweltbundesamtes für Recycling-Büropapier, das einen Wert von rund 0,822 kg CO₂e pro Kilogramm Recyclingpapier ausweist (Wellenreuther et al., 2022). Bei einem Verpackungsgewicht von 15 g ergibt sich daraus ein geschätzter Wert von 12,3 g CO₂e pro Produkt.

Bulach, W., Dehoust, G., Mayer, F., & Möck, A. (2022, April 24). Ökobilanz zu den Leistungen der dualen Systeme im Bereich des Verpackungsrecyclings. Öko-Institut e.V. https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/Duale_Systeme_Oekobilanz_Endbericht.pdf

Cayé, N., Größl, B., Müller, S., Nguyen, U., & Schüler, K. (2026, April). Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2023 (Texte 66/2026). Umweltbundesamt. https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aufkommen-verwertung-von-verpackungsabfallen-in

Icha, P., & Lauf, T. (2026, March). Entwicklung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen des deutschen Strommix in den Jahren 1990–2025 (Climate Change 16/2026). Umweltbundesamt. https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-der-spezifischen-treibhausgas-0

Plastics Europe. (2026, January). Eco-profile of polyolefins: High density polyethylene (HDPE), low density polyethylene (LDPE), linear low density polyethylene (LLDPE), polypropylene (PP).

Wellenreuther, F., Krüger, M., Busch, M., & Detzel, A. (2022, November). Aktualisierte Ökobilanz von Grafik- und Hygienepapier (Texte 123/2022). Umweltbundesamt. https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/aktualisierte-oekobilanz-von-grafik-hygienepapier Zeilerbauer, L., Fischer, J., Fazeni, K., Mager, M., Lindorfer, J., & Paulik, C. (2024). Life cycle assessment of mechanical recycling of low-density polyethylene into film products—Towards the need for life cycle thinking in product design. Resources, Conservation and Recycling, 209, Article 107807. https://doi.org/10.1016/j.resconrec.2024.107807

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