Beobachtung der Händedesinfektion im Krankenhaus
Die Händehygiene-Compliance kann heute ohne Aufwand über digitale Systeme erfasst werden.
Forschung und Wissenschaft

Beobachtung der Händedesinfektion im Krankenhaus zeitaufwendig

Koreanische Wissenschaftler zeigen, dass für eine aussagekräftige Erfassung der Händehygiene-Compliance im Krankenhaus bis zu 92 Händedesinfektionen beobachtet werden müssen.

Die direkte Beobachtung der Händehygiene gilt im Krankenhaus als ein Instrument, um Rückschlüsse auf das Hygieneverhalten des Personals ziehen zu können. Die Methode hat jedoch bekannte Schwäche: Die Ergebnisse werden durch den Beobachter auf Station beeinflusst, da Pflegekräfte und Co. in der Regel merken, dass sie genauer unter die Lupe genommen werden. In diesem Zusammenhang ist vom Hawthorne-Effekt die Rede, der die beobachtete Compliance nachweislich um das Dreifache verzerren kann. [1] Darüber hinaus gilt die Methode als extrem zeitintensiv für die Hygienefachkräfte.

Ein Forscherteam aus Südkorea hat in einer kürzlich publizierten Studie im Journal Antimicrobial Resistance & Infection Control untersucht, wie viele Beobachtungen auf den einzelnen Klinikstationen überhaupt notwendig sind, um eine belastbare Händehygiene-Compliance zu berechnen. In verschiedenen Szenarien kommen Park et al. auf eine Mindestanzahl zwischen 61 und 92 Direktbeobachtungen, um eine valide Datenbasis zu erhalten. Übersetzen wir dies in einen Zeitwert, so kommen wir auf 45 Minuten für die reine Beobachtungsdauer, da eine hygienische Händedesinfektion im Idealfall 30 Sekunden dauert und diese gemäß Protokoll vollständig vom Beobachter bewertet wird.

Zeitdruck im Krankenhaus durch digitale Lösungen entgegenwirken

Beobachtung der Händedesinfektion

Rechnen wir noch die Abstände zwischen den einzelnen Observationen auf der Krankenhausstation und das mündlich kommunizierte Feedback hinzu, kommt schnell eine beträchtliche Zeitdauer zusammen, die für die Direktbeobachtung als Ganzes aufgewendet werden muss.

Dabei können alternative Messinstrumente, die zeitschonend und präzise sind, bereits heute Hygienefachkräfte in Krankenhäusern im großen Umfang unterstützen. Hier sind in erster Linie elektronische Monitoring-Systeme zur Händehygiene zu nennen. Die digitalen Lösungen bestehen aus intelligenten Desinfektionsmittelspendern, die jede Aktivierung registrieren und für eine detaillierte Auswertung am PC, Laptop oder Mobiltelefon bereitstellen. Und das „24/7“ – also rund um die Uhr.

Die koreanischen Wissenschaftler sprechen sich vor dem Hintergrund der zeitaufwendigen Erfassung via Direktbeobachtung nachdrücklich für alternative Methoden, zu denen das elektronische Erfassen zählt, aus.

OPHARDT Hygiene Monitoring System läuft Beobachtung der Händedesinfektion den Rang ab

Beobachtung der Händedesinfektion im Krankenhaus.

Das OPHARDT Hygiene Monitoring System® (OHMS) gilt als führende Lösung auf diesem Gebiet und hat seit der Markteinführung im Jahr 2011 bereits über 50 Millionen Händedesinfektionen in Kliniken, Krankenhäusern und weiteren Gesundheitseinrichtungen digital gemessen.

Mithilfe von Systemen wie OHMS kann der Zeitaufwand für die Beobachtung der Händedesinfektion drastisch gesenkt werden. Gleichzeitig stehen den Hygieneverantwortlichen präzise, unverfälschte und detaillierte Daten zum Desinfektionsverhalten auf Knopfdruck zur Verfügung.


Studie zum Artikel „Beobachtung der Händedesinfektion“: Park, Se Yoon, et al. „Appropriate number of observations for determining hand hygiene compliance among healthcare workers.“ Antimicrobial Resistance & Infection Control 10.1 (2021): 1-5.

Quellen:

[1] Hagel, Stefan, et al. „Quantifying the Hawthorne effect in hand hygiene compliance through comparing direct observation with automated hand hygiene monitoring.“ infection control & hospital epidemiology 36.8 (2015): 957-962.

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