Tausende Besucher täglich, enge Warteschlangen, Fahrgeschäfte und Imbissstände – Freizeitparks sind beliebte Ausflugsziele, stellen aber auch besondere Anforderungen an den Infektionsschutz. Das Thema Händehygiene im Freizeitpark steht dabei im Mittelpunkt.

Wer einen Freizeitpark betreibt oder für dessen Facility Management verantwortlich ist, steht vor einer Herausforderung, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt: Sicherheitsbügel, Handläufe, Kassensysteme, Türgriffe – all diese Oberflächen werden täglich von Tausenden Händen berührt. Das Norovirus und andere Krankheitserreger haften an genau diesen Oberflächen. Es genügt der Handkontakt mit einer kontaminierten Fläche, um eine Ansteckung auszulösen – und bereits 10 bis 100 Viruspartikel reichen dafür mitunter aus.
Das ist kein theoretisches Risiko. Das Robert Koch-Institut registrierte allein im Jahr 2023 über 84.000 Norovirus-Fälle in Deutschland. Und die Saison 2025/2026 verlief noch heftiger, bedingt durch eine neue Virusvariante, die sich besonders schnell ausbreitet.
Rechtliche Verantwortung von Betreibern
Händehygiene im Freizeitpark ist nicht nur eine Frage des guten Willens – sie berührt auch die Betreiberhaftung. Wer ein Gelände für die Öffentlichkeit öffnet, trägt eine Verkehrssicherungspflicht. Dazu gehört nicht nur die bauliche Sicherheit von Fahrgeschäften, sondern auch ein angemessenes Hygienekonzept. Kommt es zu einem nachweisbaren Ausbruch, der auf mangelnde Hygienemaßnahmen zurückzuführen ist, können Betreiber haftbar gemacht werden. Ein dokumentiertes Hygienekonzept mit regelmäßigen Kontrollen der Spender schützt nicht nur die Gäste, sondern auch den Betreiber selbst.
Händehygiene im Freizeitpark – wo lauert das größte Risiko?
Besonders kritisch sind Gastronomie-Bereiche, wo Gäste nach dem Anfassen von Handläufen direkt zum Essen greifen, sowie Kinderbereiche. Bei Kindern ist das Norovirus für rund 30 Prozent aller nicht bakteriell bedingten Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich. Klettergerüste und Wasserspiele werden also genau von der Altersgruppe genutzt, die am anfälligsten ist.
Hinzu kommt ein bekanntes Problem aus der Forschung: Nur 31 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen waschen sich nach der Nutzung einer öffentlichen Toilette tatsächlich die Hände . Im Freizeitpark kommen dieselben Hände danach direkt wieder an Fahrgeschäft-Bügel und Essenstabletts.
Händehygiene im Freizeitpark als Wettbewerbsvorteil
Gäste nehmen Sauberkeit bewusst wahr – auch wenn sie es nicht aktiv benennen. Studien zur Kundenzufriedenheit in Freizeiteinrichtungen zeigen, dass Händehygiene im Freizeitpark neben Wartezeiten und Freundlichkeit des Personals zu den meistgenannten Faktoren gehört. Wer sichtbar investiert – durch gut platzierte, stets befüllte Spender und klare Beschilderung – sendet ein starkes Signal: Uns sind unsere Gäste wichtig. Das zahlt direkt auf Weiterempfehlungen und Wiederkehrquoten ein.
Hygienespender müssen im Weg stehen!
Erkenntnisse aus der Kreuzfahrtschiffforschung – einem Umfeld mit ähnlich vielen Menschen auf engem Raum – zeigen: Die Position von Händedesinfektionsspendern hat einen erheblichen Einfluss darauf, ob sie tatsächlich genutzt werden. Spender, die gut sichtbar und im natürlichen Laufweg der Besucher platziert sind, werden genutzt. Spender abseits der Hauptwege werden übersehen.

Genauso wichtig: Spender müssen zuverlässig befüllt sein. Ein leerer Spender in der Stoßzeit ist schlechter als kein Spender – er signalisiert, dass Hygiene keine Priorität hat. Beim Fehlen gut funktionierender Hygieneangebote fühlen sich Gäste unwohl und kehren mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wieder zurück. Händehygiene ist damit nicht nur Infektionsschutz, sondern auch ein Qualitätsmerkmal, das direkt auf die Gästezufriedenheit einzahlt.
Gerne beraten wir Sie zu passenden Spenderlösungen für Freizeiteinrichtungen – nehmen Sie Kontakt auf unter ophardt.com.












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