Nachhaltigkeit

Naturschutzprojekt “Wildwiese” startet am Standort Deutschland

Durch das lokale Umweltprogramm in Issum soll dem anhaltenden Artenschwund entgegengewirkt und die biologische Vielfalt nachhaltig gestärkt werden.

An dem deutschen Unternehmensstandort von OPHARDT Hygiene „geht es tierisch zu“. Zumindest wenn zweimal im Jahr die große Schafbeweidung ansteht. Auf einem etwa 650 m2 großen Grundstück wachsen seit Anfang 2019 allerei Pflanzenarten und das „Fleckchen“ Erde wurde komplett der Natur überlassen.

Kleines Paradies inmitten des Industriegebiets

Die Maßnahme, die von der Nachhaltigkeitsabteilung angeregt wurde, konnte von einem NABU (Naturschutzbund Deutschland)-Mitarbeiter, Herrn Hermann-Josef Windeln aus der lokalen Ortsgruppe Geldern-Issum begutachtet werden.

Der Schwalbenschwanz ist am Niederrhein stark gefährdet. Es ist die größte europäische Schmetterlingsart. Sie kann eine Flügelspannweite von bis zu 9 Zentimetern haben.

Obwohl in Europa weit verbreitet und stabil, sind die regionalen Bevölkerungszahlen rückläufig. In Nordrhein-Westfalen gilt der Schwalbenschwanz als gefährdete Art.

Bei der Begehung wurden viele verschiedene Pflanzenarten gefunden, die unter anderem auch den Schwalbenschwanz während seines Lebenszyklus unterstützen, darunter Johanniskraut (Hypericum perforatum), verschiedene Kleearten (Trifolium ssp.) und der Natternkopf (Echium vulgare). Er bietet Schmetterlingen und anderen Bestäuberarten eine hochwertige Nektarquelle.

Windeln sagte uns, dass diese Fläche ein hohes Potenzial für Insekten, Pflanzen, Bienen, Hummeln und Spinnen aufweise und weitere Maßnahmen eine positive Auswirkung auf die Bestände zur Folge hätten.

Durch den Verzicht der regelmäßigen Mahd und/oder Düngung konnten sich sehr viele, unterschiedliche Pflanzen ausbilden und somit eine Großzahl an Insekten anlocken, die die Pflanzen als Nahrungsquelle und Schlafplatz nutzen. Eine Besonderheit des Gebiets ist die magere, sandige und trockene Gegebenheit des Bodens, die so angepasste und spezielle Pflanzen anlockt.

Schafbeweidung rundet das Gesamtkonzept ab

Um der nachhaltigen Pflege der Wiese gerecht zu werden, setzt der Familienbetrieb zweimal im Jahr auf eine je einwöchige Schafbeweidung im Juli und Oktober. Diese soll den Stand der Gräser regulieren und einen Überwuchs verhindern. Zusätzlich aufgeschütteter Füllkies mittig der Grünfläche soll als Brutplatz für zahlreiche Insekten dienen.

Mit der Aufbesserung der Wildwiese kann die Firma OPHARDT Hygiene in Zukunft bedrohte Lebewesen schützen und einen wichtigen Beitrag zum aktiven Artenschutz leisten.

Hermann Josef Windeln, NABU Kreisverband Kleve e.V.

Mit dieser und weiteren Naturschutzaktionen möchte die OPHARDT Unternehmensgruppe dem zunehmenden Artenschwund entgegenwirken und die Biodiversität erhalten.

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