OPHARDT Patente
Forschung und Wissenschaft

OPHARDT Hygiene erreicht Marke von 600 Patenten

Im Juli 2026 hat die OPHARDT-Unternehmensgruppe einen wichtigen Meilenstein erreicht: die Erteilung des 600. Patents. Dahinter stehen ein langfristiges Engagement in Forschung und Entwicklung sowie eine Unternehmenskultur, die kontinuierlich in neue Ideen investiert.

Die Patente sind das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit an konkreten Herausforderungen rund um die Hygiene, der Weiterentwicklung von Spendertechnologien und der Erforschung neuer Ansätze, die die Zukunft der Infektionsprävention mitgestalten können.

Das GeDeSens-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein solcher Innovationsprozess bei OPHARDT abläuft. Wie Dr. Siegfried Steltenkamp, Senior Scientist für Innovations- und Technologiemanagement bei OPHARDT Hygiene, erklärt, begann das Projekt mit einer einfachen Frage: „Können Kontaminationen bereits während einer Händedesinfektion erkannt werden?“ Das erste Patent schuf die Grundlage, um diese Möglichkeit weiter zu untersuchen, und sicherte die Idee ab, bevor die Entwicklungsarbeiten weiter vertieft wurden.

„Nachdem das grundlegende Konzept geschützt war, ging es darum herauszufinden, wie sich eine Kontamination tatsächlich erkennen lässt“, erklärt Steltenkamp. „Daraus entstand eine Reihe weiterer Erfindungen – von der Detektion biologischer Partikel mithilfe elektromagnetischer Wellen über alternative Sensoransätze bis hin zu fluidischen Aufbereitungstechniken, mit denen sich Partikel leichter messen und analysieren lassen.“

Mit dem Fortschreiten der Entwicklung entstanden immer wieder neue Innovationen. „Eine wichtige Weiterentwicklung war eine spezielle Technik, die als, Negative Sorting‘ bezeichnet wird“, sagt Steltenkamp. „Sie verbessert die Möglichkeit, relevante biologische Signale zu isolieren und zu identifizieren. Jedes Patent war ein weiterer Schritt auf dem Weg, aus einer Idee eine technisch umsetzbare Lösung zu entwickeln.“

Einblicke in innovative Projekte und Patente von OPHARDT

Nicht jede patentierte Idee folgt jedoch einem so geradlinigen Weg. Wie Steltenkamp berichtet, entstand eines der ungewöhnlicheren Konzepte während eines internen Brainstormings im Jahr 2016.

„Die Frage war einfach: Was wäre, wenn die Seife den Spender überhaupt nicht mehr berühren würde? Was wäre, wenn sich ein Tropfen durch die Luft transportieren ließe und genau dann und dort ankäme, wo er gebraucht wird?“

Das Ergebnis war ein experimentelles Konzept, das intern als „Flying Droplet“ bezeichnet wurde: ein Spender für schwebende Flüssigkeitstropfen, mit dem ein völlig neuer Ansatz zur Dosierung von Flüssigkeiten untersucht wurde. Bis heute ist es ein Konzept geblieben. Es zeigt jedoch, welchen Freiraum die frühzeitige Absicherung von Ideen schafft, um auch außergewöhnliche Ansätze zu verfolgen – selbst wenn zu Beginn noch nicht klar ist, wohin sie einmal führen werden.

Manchmal beginnt die Patentarbeit auch mit einer konkreten Herausforderung eines Kunden. Unternehmen kommen beispielsweise auf uns zu, weil sie in eine Produktkategorie einsteigen möchten, in der bestehende Patente die Entwicklung erschweren. Anstatt diese Patente lediglich als Hindernisse zu betrachten, verstehen wir sie als technische Rahmenbedingungen, die neue Denkansätze fördern können.

Zeichnungen von Pumpen

Unser Prozess beginnt mit einer detaillierten Analyse der bestehenden Patentlandschaft. So verschaffen wir uns ein genaues Bild davon, wie vorhandene Technologien geschützt sind. Anschließend entwickeln unsere Teams aus Engineering und der Forschung und Entwicklung alternative Ansätze, die dasselbe Ziel erreichen, ohne bestehende Schutzrechte zu verletzen. Nicht selten entstehen dabei vollkommen neue Lösungen, die nicht nur bestehende Patente umgehen, sondern zugleich einen technologischen Mehrwert gegenüber bereits verfügbaren Lösungen bieten.

„Einer der spannendsten Aspekte meiner Arbeit ist es, Kunden bei der Lösung anspruchsvoller Aufgabenstellungen zu unterstützen. Wir arbeiten regelmäßig mit Unternehmen zusammen, die in Märkte eintreten möchten, in denen bereits eine Vielzahl von Patenten besteht. Indem wir die vorhandene Schutzrechtslandschaft genau verstehen und die Herausforderung aus einer anderen Perspektive betrachten, gelingt es uns häufig, Lösungen zu entwickeln, die bestehende Patente nicht verletzen und gleichzeitig eine gleichwertige oder sogar bessere Leistung bieten. Das zeigt sehr gut, wie Patentexpertise und technische Kreativität zusammenspielen und einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen können.“, erklärt Andrew Jones, Ingenieur am kanadischen Standort von OPHARDT Hygiene.

Die Fähigkeit, auch bei komplexen technischen Herausforderungen und anspruchsvollen Schutzrechtslagen innovative Lösungen zu entwickeln, ist nur ein Beispiel dafür, welchen Wert Patente über den Schutz der eigenen Produkte hinaus schaffen können. Sie ermöglichen es uns zugleich, als verlässlicher Entwicklungspartner zu agieren und unsere Kunden dabei zu unterstützen, innovative Produkte sicher und erfolgreich auf den Markt zu bringen.

Seit der Gründung des Unternehmens investiert OPHARDT kontinuierlich in Forschung und Entwicklung – in einem Umfang, der für ein Unternehmen unserer Größe außergewöhnlich ist. Dieses Engagement hat dazu beigetragen, Technologien weiterzuentwickeln, Hygienestandards voranzubringen und eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Neugier und neue Ideen ausdrücklich gefördert werden.

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