OPHARDT hygiene dispenser
Der kindgerechte Seifenspender animiert zum Händewaschen und leitet die Grundschüler zur richtigen Vorgehensweise an.
Forschung und Wissenschaft Kundenerfahrungen Produkte

Händewaschen: früh übt sich

Kindgerechte Seifenspender sollen Grundschulkinder zum sorgfältigen Händewaschen motivieren und anleiten.

Im Kindesalter entwickelte Verhaltensweisen prägen das spätere Leben. Das gilt auch für das Waschen der Hände. Ein  EU-INTERREG V A-gefördertes Vorhaben im Rahmen der länder- und sektorenübergreifenden Projekte „EurHealth-1Health“ und „health-i-care“ setzt genau hier an und widmet sich im Teilprojekt „Infektionsbewusstsein und –prophylaxe bei Heranwachsenden“ mit dem Fokus Händehygiene der frühkindlichen Wissensvermittlung über Hygiene und Infektionsvermeidung. Aufgrund der zunehmenden Resistenzproblematik bei Antibiotika nehmen präventive Maßnahmen – insbesondere die Händehygiene – eine herausragende Rolle ein. Eine wissenschaftliche Studie untersucht, inwiefern sich die Einführung von kindgerechten Seifenspendern und eine altersgerechte Wissensvermittlung auf das Infektionsbewusstsein von Grundschulkindern auswirken.

Das kindgerechte Design der Spendersysteme wurde in Zusammenarbeit mit der AG Prof. K. Becker vom Institut für Medizinische Mikrobiologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und OPHARDT hygiene entwickelt. Das Konzept hinter dem Spender: Eine motivationsfördernde Front mit einem freundlichen Gesicht, das zum Händewaschen animieren soll und blinkende LEDs, die die Schritte zur richtigen Vorgehensweise anzeigen.

Zusammen mit Partnern vom Institut für Erziehungswissenschaften und dem Hygieneinstitut der WWU sowie der Universität Twente (Dept. of Psychology, Health and Technology) werden die entwickelten Spendersysteme in Grundschulen des Kreises Steinfurt evaluiert. Sämtliche projektbezogene Seifenspender sind zudem mit intelligenten Komponenten ausgestattet, die die Entnahme von Seife registrieren. Auch das Betreten des Waschraumes wird anonym über Sensoren erfasst, um detailliertere Aussagen zum Händehygieneverhalten an den Schulen treffen zu können.

Um vor der Interventionsphase zu klären, wie der Wissensstand von Grundschulkindern zu Infektionskrankheiten und deren Vorbeugung ist, wurden speziell entwickelte Fragebögen zur Ermittlung des derzeitigen Wissenstandes in Bezug auf die alltägliche Händehygiene mit Grundschulkindern in der Klassenstufe 3 unter Anleitung durchgeführt. Eine erneute Beantwortung des Fragebogens durch die Grundschulkinder ist nach dem Abschluss der Interventionsphase geplant, um potentielle Veränderungen im Infektionsbewusstsein festzustellen.

Einführung motivationsfördernder Hygienespender in Steinfurter Grundschulen

Die gesamte Studie wird an dreizehn Grundschulen im Kreis Steinfurt durchgeführt und umfasst etwa 2.600 Grundschulkinder. Vor den Interventionen wurde in allen Studienarmen über intelligente Seifenspender in neutralem Design das Händewaschverhalten im Zusammenhang mit dem Aufsuchen von Toilettenräumen gemessen.

Mit der kürzlich gestarteten Interventionsphase fand ein Austausch von insgesamt sechzig kindgerechten Seifenspendern in den sanitären Einrichtungen statt. Insgesamt gliedert sich die Studie in vier Studienarme. Der erste Arm dient als Kontrollgruppe unter Beibehaltung der designneutralen Seifenspender. Die anderen drei Studienarme beinhalten jeweils die Einführung kindgerechter Seifenspender. Die Studienarme drei und vier sind zusätzlich um eine altersgerechte Wissensvermittlung zum Thema Händehygiene erweitert. Im vierten Studienarm erhalten die Grundschulkinder zusätzlich noch eine praktische Anleitung zum Händewaschen.

Die anschließende Intervention der Wissensvermittlung umfasst theoretische und praktische Komponenten und wird im Mai 2019 vom Institut für Medizinische Mikrobiologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster an den entsprechenden Schulen durchgeführt.

Die intelligenten Seifenspender wurden entwickelt, um valide Daten zum Händewaschverhalten zu liefern. Sie sollen den Wissenschaftlern erlauben, detaillierte Rückschlüsse auf die Auswirkungen der Interventionen im Rahmen des Projektes zu ziehen.

2 Comments

Click here to post a comment