OPHARDT Hygiene fördert die Händehygiene
Dr. Siegfried Steltenkamp bei seiner Präsentation
Events Forschung und Wissenschaft

Infektionsprävention über Grenzen hinaus: Abschluss von länderübergreifendem Teilprojekt zur Gesundheitsverbesserung

Das sektoren- und grenzübergreifende Teilprojekt „Infektionsbewusstsein und -prophylaxe bei Jung und Alt“, das im Rahmen der beiden INTERREG VA Projekte health-i-care & EurHealth-1Health durchgeführt wurde, fand mit einer gut besuchten Abschlussveranstaltung in Münster ein gelungenes Ende.

Die zunehmende Anzahl multiresistenter Erreger stellt die Gesundheitssysteme weltweit vor große Herausforderungen. Umso wichtiger sind Lösungen und Ideen, die diesen Trend effektiv aufhalten. Genau hier setzen die grenz- und sektorenübergreifenden EU-geförderten Projekte health-i-care und EurHealth-1Health an. In der Projektkategorie Infektionsprävention-OneHealth entwickelten renommierte Wissenschaftler und Experten vom Universitätsklinikum Münster, dem Canisius-Wilhelmina Ziekenhuis Nijmegen, dem Universitair Medisch Centrum Groningen und von OPHARDT Hygiene, innovative Konzepte und Produkte für die Händehygiene, die bekanntermaßen als effektivste Maßnahme zur Krankheitsverhütung gilt.

Infektionsschutz für Jung und Alt

Im Teilprojekt „jung“ stand die Infektionsprävention bei Heranwachsenden im Fokus. Die Forscher untersuchten inwiefern sich altersgerechte und motivationsfördernde Seifenspender kombiniert mit einer unterrichtsbegleitenden Wissensvermittlung auf das Infektionsbewusstsein von Grundschulkindern auswirkten. Die Studie schloss insgesamt 13 Grundschulen mit 2.600 Schülerinnen und Schülern im Kreis Steinfurt ein.

Für eine nachhaltige Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Thema Händehygiene im Kindesalter braucht es erstens grundlegendes, kindgerecht aufbereitetes Wissen um die Bedeutung von Erregerübertragungen, zweitens praktische Demonstrationen und Übungen sowie drittens ein Spenderdesign, dass die Motivation zum Händewaschen dauerhaft unterstützt und die Kinder zum richtigen Händewaschen anleitet.

Prof. Dr. Karsten Becker, vormals Institut für Medizinische Mikrobiologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, jetzt Friedrich Loeffler-Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universitätsmedizin Greifswald

Das Teilprojekt „alt“ untersuchte die Infektionsverhütung und Händehygiene-Situation in Altenheimen. Dabei wurde der Einfluss von regelmäßigen Hygieneschulungen für das Pflegepersonal und die Einführung eines kontinuierlichen Feedbacks zum Händehygieneverhalten analysiert. Durch diese Maßnahmen sollte das Bewusstsein für die wichtigste Präventionsmaßnahme von Infektionen geschärft werden. Entscheidend war der Einsatz von „intelligenten“ Hygienespendern, die fortlaufend und vollautomatisch ihre Aktivierungen erfassten.

Abschluss mit besonderer Note

Am 26. November trafen sich alle Beteiligten, die an diesem grenzübergreifenden Teilprojekt mitgearbeitet haben, zur Abschlussveranstaltung im westfälischen Münster, um über ihre Erfahrungen und Ergebnisse zu berichten. Die Präsentation aus dem Schulprojekt zeigte basierend auf ersten vorläufigen Resultaten, dass die altersgerechten Seifenspender zusammen mit einer unterrichtsbegleitenden Wissensvermittlung einen positiven Effekt auf das Händewaschverhalten der Kinder hatten – eine wegweisende Erkenntnis.

Hingucker und Trainer zugleich: der kindgerechte Seifenspender

Die Ergebnisse decken sich weitestgehend mit den Eindrücken, die Ingard Borgel, Schulleiterin an der St.-Antonius-Schule Hörstel-Bevergern, auf dem Abschlusstreffen zu berichten hatte. Zur Veranstaltung folgten ihr die Schüler aus den Klassen 2, 3 und 4 die sich einmal mehr vom Design des Hygienespenders begeistert zeigten und während der Veranstaltung selbst in die Rolle eines Wissenschaftlers „hineinschlüpfen“ durften. So untersuchten die Kinder in einem kleinen Labor – mit Mikroskop und Petrischalen ausgestattet – die Welt der Mikroben. Als weiteres Highlight des Nachmittags zeichneten unter anderem die Schüler aus Hörstel-Bevergern vorab den aus ihrer Sicht perfekten Seifenspender für Kinder und präsentierten ihre individuellen Werke stolz den Anwesenden.

Für unsere Grundschulkinder war der Seifenspender und die dazugehörige Anleitung zum richtigen Händewaschen eine echte Attraktion. Die Schülerinnen und Schüler haben diese Schritte mittlerweile verinnerlicht und tragen somit aktiv zum Infektionsschutz bei.

Ingard Borgel, Schulleiterin an der St.-Antonius-Schule Hörstel-Bevergern

Auch die gesammelten Daten aus dem Pflegeheim-Projekt auf deutscher und niederländischer Seite zeigen, dass sich die umgesetzten Maßnahmen positiv auf das Händehygieneverhalten auswirkten.

Insgesamt darf das Teilprojekt „Infektionsbewusstsein und -prophylaxe bei Jung und Alt“ als Erfolg und ein wichtiger Meilenstein für die nachhaltige Verbesserung der Infektionsprävention gesehen werden.

Erfahren Sie mehr über die Studie zum Einfluss des kindgerechten Seifenspenders auf das Handwaschverhalten.

Erfahren Sie mehr über das Konsortium.

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  • […] Ophardt Hygiene: Projekt erfolgreich beendet. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten entwickelt das Hygieneunternehmen Konzepte zur Infektionsprävention. Ein erstes, länderübergreifendes Teilprojekt zur Gesundheitsverbesserung wurde aktuell erfolgreich abgeschlossen. ophardt.com […]