Das Händewaschen in Schulen ist wichtig.
Der altersgerechte Hygienespender motiviert Schulkinder zum Händewaschen.
Forschung und Wissenschaft

Projektergebnisse zeigen: Händewaschen unter Schulkindern verbessert

Während die Covid-19-Pandemie unsere Schulen vor große Herausforderungen stellt, nehmen die Hygienemaßnahmen eine zentrale Rolle ein und sind wichtige Voraussetzung für einen sicheren Unterricht. Für einen visionären Professor und OPHARDT Hygiene lag bereits vor der Pandemie ein Hauptaugenmerk darauf, das Händewaschen in Schulen zu verbessern.

Als Vater eines schulpflichtigen Kindes und als Professor, der sich am Universitätsklinikum Münster auf medizinische Mikrobiologie und Infektionsprävention spezialisierte und seit kurzem an der Universitätsmedizin Greifswald lehrt, wusste Prof. Dr. Karsten Becker, dass in Schulen das Hygieneverhalten oft problematisch ist. Konkret merkte er an, dass sich Schulkinder nicht regelmäßig und gründlich genug die Hände waschen und führte dies auf Lücken in der Infrastruktur, mangelhaften Kenntnissen und Fertigkeiten sowie auch eine fehlende Motivation zurück.

Gewillt, dieses Problem zu lösen, machte sich Prof. Dr. Becker auf die Suche nach einem kompetenten Partner, der ihn bei der Konzeption und Produktion eines kindergerechten Seifenspenders unterstützen sollte. In OPHARDT Hygiene, als führenden Hersteller von Spendersystemen, der mit Dr. Siegfried Steltenkamp als Projektleiter einen erfahrenen Forscher „ins Rennen schickte“, fand er schnell einen Verbündeten.

„OPHARDT ist im medizinischen Bereich sehr anerkannt. Wir haben uns getroffen und die Chemie stimmte sofort, also sagten wir: Okay, wir machen es.“

Dr. Siegfried Steltenkamp, OPHARDT Hygiene

Einem umfassenden Projekt, an dem 13 Grundschulen in Deutschland beteiligt waren, stand also nichts mehr im Wege. Im Mittelpunkt stand, herauszufinden, ob die Händehygiene der Grundschüler durch die Einführung von altersgerechten Seifenspendern und einer unterrichtsbegleitenden Wissensvermittlung positiv beeinflusst wird.

Aller Anfang ist schwer

Bevor die Untersuchung überhaupt starten konnte, räumten die Projektpartner noch einige Hürden aus dem Weg. Dazu zählte in erster Linie, dass der Schulbezirk und die einzelnen Lehrer und Eltern der Schulkinder dem Vorhaben zustimmten – denn schließlich sammelten die Seifenspender Nutzungsdaten. Apropos Daten: Auch die technische Infrastruktur für die Datenkommunikation der intelligenten Geräte musste auf die Beine gestellt werden. Zu guter Letzt stand die Designfrage im Raum, denn schließlich sollte der Seifenspender die Kinder zum Händewaschen animieren.

„Sind wir ehrlich: Das Händewaschen gehört wahrlich nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kinder. Umso wichtiger ist ein zum Händewaschen motivierendes Design der Seifenspender.“

Prof. Dr. Karsten Becker, Universitätsmedizin Greifswald

Dieser Prozess wurde nach einer intensiven Analyse des Ist-Zustands der Schulwaschräume angegangen. Die ungeeignete Installationshöhe und der häufig abgelegene Spenderstandort wurden besonders häufig als Mängel berichtet. Das Hauptproblem war allerdings, – so banal es klingt- dass die Spender häufig leer waren.

Der ideale Seifenspender für Kinder

So rückten bei der Entwicklung des kindgerechten Seifenspenders einige wichtige Aspekte in den Vordergrund: Neben der erforderlichen Datenerfassung, um mögliche Verhaltensänderungen zu messen, stellte eine visuelle Anleitung und Rückmeldung zum Händewaschen das Kernkonzept des Spenders dar. Neben der Vandalismussicherheit war aus Sicht der Forscher ein ansprechendes, aber auch gleichzeitig edukativ wirkendes Design wichtig. Zu letztgenannten Punkten erhielt OPHARDT Hygiene Rat von Dr. Anna Katharina Hein und Prof. Dr. Ulrike Weyland, Expertinnen für Grundschulpädagogik an der Universität Münster. Sie empfahlen, dem Spender ein „Lächeln ins Gesicht zu zaubern“.

Das finale Design zeigte somit einen motivierenden Spender mit intelligenter Technologie, der mit kindgerechtem Design, blinkenden LEDs und erklärenden Aufklebern drei Schüler gleichzeitig durch das korrekte Händewaschen führen konnte.

Händewaschen für Kinder.
Der altersgerechte Hygienespender führt dank LEDs durch das Händewaschen.
Ein Lächeln für ein korrektes Händewaschen.

Erfreuliche Ergebnisse

Zur Erhebung wissenschaftlicher Daten wurden verschiedene Testgruppen gebildet. Konkret sollten die Auswirkungen von drei Faktoren untersucht werden: das Spenderdesign, die Wissensvermittlung und die praktische Anleitung zum korrekten Händewaschen. Auf diese Weise analysierten die Forscher den Effekt, den die verschiedenen Kombinationen dieser Interventionen hatten.

Vor dem Projekt suchten die Kinder im Durchschnitt dreimal pro Woche die Schultoilette auf, wuschen sich aber nur einmal pro Woche dort die Hände. Nach Start des Projektes wurden die Toilettenräume um ein Drittel häufiger aufgesucht, d.h. es gab nun durchschnittlich 4,5 Besuche pro Schüler pro Woche, wie vorläufige Daten zeigten. Viel interessanter und wichtiger: Die Grundschulkinder wuschen sich dabei insgesamt doppelt so häufig die Hände. In der Testgruppe, in der das neue Spenderdesign, die theoretische Wissensvermittlung und das praktische Üben von Händewaschfertigkeiten zusammenkamen, zeigte sich der größte Anstieg.

„Für unsere Grundschulkinder war der Seifenspender und die dazugehörige Anleitung zum richtigen Händewaschen eine echte Attraktion. Die Schülerinnen und Schüler haben diese Schritte mittlerweile verinnerlicht und tragen somit aktiv zum Infektionsschutz bei. „.

Ingard Borgel, Schulleiterin der St.-Antonius-Schule Hörstel-Bevergern

Unter dem Strich zeigen die Projektergebnisse, dass Schulen gerade in Zeiten von Covid-19 an einigen Stellschrauben drehen können, um die Händehygiene unter den Schülern zu verbessern. Dazu zählen recht unkomplizierte Maßnahmen, wie das Anbringen von Informationsmaterialien in den Waschräumen oder die direkte Wissensvermittlung im Unterricht. Umfangreichere Ansätze, die eine Umgestaltung der Waschräume und Berücksichtigung von altersgerechten Spenderkonzepten einbeziehen, sollten im Interesse aller sein und bieten nachhaltige Vorteile für die Gesundheit.

Smarte Schule

Die Datenerfassung für diese Studie stellte das OPHARDT Hygiene Monitoring System (OHMS) sicher, das bereits seit einigen Jahren zur Messung und Verbesserung der Händehygiene-Compliance in Krankenhäusern eingesetzt wird. Die hochentwickelte Software, die mittlerweile durch das OPHARDT Washroom Monitoring System (OWMS) „Gesellschaft bekommen“ hat, ermöglichte es in den Schulen, präzise Daten zu der Waschraum- und Spendernutzung zu ermitteln.

Diese Studie zeigt wieder einmal, dass OPHARDT Hygiene durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Forschung richtungsweisende Hygienelösungen entwickelt, die einen nachhaltigen Beitrag zur Infektionsprävention leisten.

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