ingo-man SmartNose
Peter Ickert (li.) hebt die Vorteile der ingo-man SmartNose hervor.
Im Gespräch Produkte

Innovative Krankenhaushygiene: OHMS und ingo-man® SmartNose

Um die Infektionsprävention und den Patientenschutz im Krankenhaus zu optimieren, entwickelt OPHARDT Hygiene innovative Lösungen für die medizinische Händehygiene. Im Compliance Campus sprachen wir mit Peter Ickert und Albrecht Lang über die aktuellen Weiterentwicklungen des OPHARDT Hygiene Monitoring System® (OHMS) und der ingo-man® SmartNose.

Markus Theißen: Albrecht, welche Neuigkeiten gibt es rund um die smarten Desinfektionsmittelspender von OPHARDT?

Albrecht Lang (Director New Technologies): Wir kennen ja alle die manuellen und berührungslosen ingo-man® smart e-pro Desinfektionsmittelspender, die wir seit rund zehn Jahren im Markt haben. Vor allem das manuelle Spendersystem gilt als besonders innovativ, da es die Energie für den Transfer der Nutzungsdaten durch das Betätigen des Bedienhebels komplett selbst erzeugt. Neu im Programm haben wir die ingo-man® SmartNose, die mit allen bestehenden ingo-man® plus Eurospendern im 500ml-Euroflaschen-Format kompatibel sind. Die Krankenhaushygiene kann somit im Handumdrehen ihre bestehenden Desinfektionsmittelspender „smart“ machen. Smart bedeutet, dass der Eurospender fortan seine Verbrauchsdaten in Verbindung mit Zeitpunkt und Lokation erfasst. Darauf basierend stehen den Hygienefachkräften zahlreiche Möglichkeiten zur Auswertung des Händehygieneverhaltens zur Verfügung.

Im Gespräch mit Albrecht Lang und Peter Ickert.

Ein ganz wichtiges Feature der ingo-man® SmartNose ist die Feedback-LED. Sie meldet dem Pflegepersonal und den Ärzten visuell über ein grünes Licht zurück, ob genügend Mittel bei einer Händedesinfektion entnommen wurde. Die Feedback-LED befindet sich oberhalb der intelligenten Auslaufblende und ist somit für den Anwender gut ersichtlich. Daneben befindet sich zusätzlich eine rote LED, die aufleuchtet, sobald die eingebaute Batterie ein kritisches Level erreicht. Dies kann jedoch erst nach sehr langer Zeit passieren, da die Batterie auf ca. 5 Jahre Betriebsdauer ausgelegt ist.

Die ingo-man® SmartNose basiert auf unserer neuen Embedded-Plattform und bietet uns zukünftig sehr viele Möglichkeiten. Konkret entwickeln wir zurzeit eine weitere smarte Version für unsere IMP-Eurospender im 1.000ml-Format, die ab dem 1. Januar 2021 verfügbar sein wird.

Markus Theißen: Auch softwareseitig passiert zurzeit einiges. Welche Entwicklungen kannst du uns aus diesem Bereich berichten?

Albrecht Lang: Wir haben die Benutzeroberfläche der OHMS-Software komplett überarbeitet. Wir haben reichlich Feedback von Anwendern aus der Krankenhaushygiene erhalten und einen sehr übersichtlichen, intuitiven Homescreen entwickelt, der alle wichtigen Händehygiene-Daten bereithält, die von den intelligenten Desinfektionsmittelspendern erfasst werden.

Händehygiene-Feedback als wichtiger Baustein für den Infektionsschutz

Markus Theißen: Wo siehst du die konkreten Vorteile der ingo-man® SmartNose für Krankenhauspersonal und Hygieneabteilung, Peter?

Peter Ickert (Business Segment Manager OIS): Aus meiner Sicht ist zunächst die grüne Feedback-LED zu nennen, die den Klinikmitarbeitern sofort Rückmeldung über eine erfolgreiche Händedesinfektionsmittelentnahme gibt. Und auch der Austausch einer bestehenden Auslaufblende gegen die ingo-man® SmartNose gelingt sehr komfortabel und schnell. Ein weiterer Pluspunkt der Innovation ist das einfache Auslesen und Konfigurieren des Desinfektionsmittelspenders über eine App. Dies erfolgt dank eines integrierten NFC-Chips in der „smarten Nase“. Hinsichtlich der IT-Sicherheit bewegen wir uns auf dem neuesten Industriestandard und verwenden WPA2-Enterprise für die Datenübertragung.

Darüber hinaus verschickt das OHMS in Verbindung mit der ingo-man® SmartNose eine E-Mail an einen definierten Personenkreis, dass die eingesetzte Euroflasche in dem Spender fast leer ist und zeitnah gewechselt werden sollte.

Markus Theißen: Peter, meine letzte Frage. Wo siehst du die Stärken der neuen OHMS-Software und des vorgestellten Feedback-Screens?

Peter Ickert: Ich möchte zunächst auf den Feedback-Screen eingehen, der auf ganz einfache Art und Weise die Händehygiene-Compliance der letzten Wochen oder Tage für das Krankenhauspersonal sichtbar macht. Die Zielwerte können von dem Hygienepersonal und im Idealfall in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern der Station definiert werden, um alle Beteiligten bei der Händehygiene „ins Boot“ zu holen.

Krankenhauspersonal SmartNose
Händehygiene-Monitoring und Feedback vereint: Der ingo-man smart

Auch ist wichtig zu erwähnen, dass wir mit dem OHMS einen gruppenbasierten Ansatz verfolgen und keine individuelle Kontrolle durchführen, um letztendlich das Team-Gefühl bei der Händehygiene zu stärken. Die Software erlaubt grundsätzlich einen Vergleich von verschiedenen Stationen und Bereichen, sodass auf den Ebenen über den Einzelpersonen Referenzwerte gegenübergestellt werden können.

Im Endergebnis zeigt sich, dass vor allem die einzelnen Feedback-Bausteine am Spender, in der Software und auf dem Stationsmonitor, das Händehygieneverhalten positiv beeinflussen und der Hygienefachkraft viel Arbeit, besonders auch in der Dokumentation abnehmen.

Markus Theißen: Vielen Dank für das Gespräch, Albrecht und Peter. Wie wir also sehen, bieten die vorgestellten Hardware- und Software-Lösungen einen nachhaltigen Mehrwert für die Krankenhaushygiene und gerade die vorgestellten Feedback-Elemente nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein.

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