Händehygiene auf Neonatalogie
Eine sorgfältige Händehygiene auf der Neonatologie nimmt eine zentrale Rolle beim Infektionsschutz ein.
Kundenerfahrungen

Das EWK setzt neue Maßstäbe bei der Händehygiene auf der Neonatologie

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau (EWK) bringt die Händehygiene dank innovativer Haltelösungen dorthin, wo sie gebraucht wird und optimiert so nachhaltig die Behandlung der Neugeborenen.

Besonders bei der medizinischen Versorgung von Früh- und Neugeborenen ist eine sorgfältige Händehygiene das A und O. Denn das Immunsystem von Frühchen ist gegen die „Eindringlinge“ von außen nicht gewappnet, wodurch Infektionserreger leichtes Spiel haben. Um den hohen Infektionsschutz-standards auf der Neonatologie zu entsprechen, ist eine wohl ausgereifte Infrastruktur mit Händedesinfektionsmittelspendern erforderlich.

Haltelösung mit integrierter Auffangschale
Haltelösung mit integrierter Auffangschale

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau (EWK) in Berlin setzt im Rahmen seines umfassenden Hygienekonzeptes genau hier an und schafft durch berührungslose Desinfektionsmittelspender der Serie ingo-man® plus, die mit einer individuell entwickelten Haltelösung an den Inkubatoren installiert sind, die optimalen Voraussetzungen für die Neugeborenen-Behandlung. Durch die Anbringungsart in unmittelbarer Patientennähe entspricht die medizinische Einrichtung der aktuellen Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut (KRINKO), die den Einsatz bettennaher Spender fordert.

Im Ergebnis führt die Spenderinstallation auf der Neonatologie konkret dazu, dass Ärzte und Pflegepersonal nicht erst weite Wege für die hygienische Händedesinfektion zurücklegen müssen, bevor es an die Patientenversorgung geht. Also eine sinnvolle „Workflow“-Optimierung. Die Verbesserung der Händehygiene-Compliance nach Einführung der bettseitigen Spender ließ sich sowohl anhand der Verbrauchszahlen von Händedesinfektionsmittel als auch durch die Compliance-Beobachtung eindeutig belegen.

Eine klug durchdachte Hygienelösung

Für die Hygieneabteilung des EWK und das Team der Neonatologie war die berührungslose Bedienung der Spender ebenso Grundvoraussetzung, wie die geräuscharme Dosierung des Händedesinfektionsmittels. Denn gerade Frühgeborene reagieren besonders auf Lärm und Bewegung äußerst empfindlich, sodass bei ungünstigen Einflüssen sogar Gedeihstörungen auftreten können.

Insofern grenzte sich für die Hygieneverantwortlichen der Klinik die Auswahl an passenden Spendersystemen früh ein.

Natürlich spielte auch der herstellerunabhängige Euroflaschen-Standard bei der Wahl der Händedesinfektionsmittelspender eine wichtige Rolle, wobei Andrea Sack, Hygienefachkraft am EWK, diesen als „absolut gesetzt“ ansieht. Gerade die COVID-19-Pandemie zeigt einmal mehr, wie wichtig die freie Füllgutwahl und das offene Eurospender-Format sind. In Zeiten von Lieferengpässen der Hersteller konnten Krankenhäuser unter entsprechenden Bedingungen in Apotheken hergestellte Desinfektionsmittel in aufbereitete Spenderflaschen abfüllen lassen und einsetzen – so wie auch im EWK geschehen.

Um die Automatik-Spender schließlich an die Inkubatoren zu bringen, hat das EWK in enger Abstimmung mit OPHARDT Hygiene als renommierter Produktentwickler an einer passenden Haltelösung gearbeitet. Dabei lag das Augenmerk nicht nur darauf, den Spender an einem Rohrrahmen befestigen zu können, sondern es war zudem eine festmontierte Auffangschale für abtropfendes Händedesinfektionsmittel an der Halterung zu berücksichtigen. Da vor allem auf hygienesensiblen Stationen großzügig Desinfektionsmittel entnommen wird, schützt die Auffangschale effektiv gegen mögliche  Beschädigungen des Fußbodens. Unter dem Strich war ein Verzicht auf die Abtropfschale für die Hygienefachkräfte Andrea Sack und Monika Minge „keine Option“.

Haltelösung EWK Händehygiene Neonatologie
Die Rückseite der Haltelösung auf der Neonatologie im EWK

So gesehen entwickelte sich eine bis ins Detail durchdachte Hygienelösung – bestehend aus Automatik-Spender und robustem Haltesystem mit integrierter Auffangschale. Bei durchschnittlich 400 Patienten pro Jahr, die in den acht Zimmern der Neonatologie behandelt werden, kommen schließlich auch einige Händedesinfektionen zusammen.

Händehygiene der höchsten Güte

Insgesamt wird die Neuentwicklung für die Händehygiene bisher an 15 Inkubatoren und fünf Wärmebetten in dem Akademischen Lehrkrankenhaus der Berliner Charité eingesetzt. Im Zuge weiterer Investitionen, werden in Zukunft auch die neu anzuschaffenden Wärmebettchen mit diesen Spendern ausgestattet sein.

In Summe optimiert das EWK durch die bettennahe Verfügbarkeit von Desinfektionsmittelspendern im 500ml-Euroflaschen-Format seine Qualitätsstandards und wird dadurch auch in den hygienischen Aspekten seinem Stellenwert als Level-1-Perinatalzentrum gerecht.

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